artgerechte Ernährung, Hundeerziehung, Hundeschule, Hundepension, psychologische Beratung bei Problemhunden

Ein sehr interessanter (wenn auch abschreckender) Artikel über Trockenfutter-Ernährung:

 
DAS FERTIGFUTTER
-aus Abfall Milliardenumsätze zaubern-

Das erste Fertigfutter wurde in England hergestellt, doch dort war es kaum von Bedeutung.

Es war das Zeitalter der Industrialisierung der USA nach dem blutigen Bürgerkrieg gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als man die Herstellung von Hundefutter in den USA begann, und von da ausgehend verbreitete es sich über die ganze Erde. Den ersten großen Boom erlebte das Fertigfutter wohl mit der Geburt der Konserve, in die alles zu Hundefutter eingekocht wurde, was in der Lebensmittelindustrie an Abfällen anfiel.

Genau genommen hatte sich damals am Futter für den Hund und die Katze nichts Wesentliches geändert, denn vorher bekam der Hund den Abfall vom Tisch, nun bekam er ihn aus der Dose. Einleuchtend ist, dass das Hundefutter aus der Dose von damals eine für den Menschen wohl eklige Pampe gewesen sein muss.

Ein Selbstversuch bestätigte, dass eine graue Pampe herauskommt, wenn man Tischabfälle, Schlachtabfälle etc. zusammen in einen Topf wirft und lange genug aufkochen lässt, besonders wenn Fischanteile dabei sind. Dennoch ist zu sagen, dass diese Pampe für den Hund bei weitem gesünder ist (erst recht, wenn man auch das Salz weg lässt) als das, was dem Hund mit dem heutigen Futter vorgesetzt wird. Doch noch konnte sich dieses Futter nicht durchsetzen. Der erste Weltkrieg machte jede Konserve unentbehrlich als Proviant der Soldaten an der Front. Metall war Mangelware in den Kriegsjahren, viel zu Schade für Hundefutterdosen. Zumal diese Futterdosen, die damals noch für Hund und Katz waren, lediglich für die Reichen erschwinglich waren. Nach dem 1. WK nahm die Zahl der Reichen ab, erst recht nach der Weltwirtschaftskrise und dem „Schwarzen Freitag" an der Wallstreet.

Der zweite Weltkrieg gab der Futterdose für Hund und Katze auch kaum mehr Chancen.

Doch dann waren die 60iger Jahre da. Selbst im Nachkriegsdeutschland lebte man für die damaligen Verhältnisse sehr gut, der große Aufschwung war gekommen, die Bevölkerungszahlen stiegen. Entsprechend entstanden Mastzuchten, um den Fleischbedarf der Deutschen zu decken. Jetzt kam nicht nur sonntags Fleisch auf den Tisch. Fast industriell wurde Schlachtvieh produziert. Die Verwendung von Soja als Futtermittel kam, die Behandlung durch Breitbandantibiotika nahm in den Zuchtanstalten explosionsartig zu, es wurde selbst Rindern Fleisch- u. Knochenmehle, angereichert durch Mineralien, gefüttert, was später ja zum Auslöser von BSE (bovine spongioforme Enzephalopathie) wurde, bekanntlich eine Krankheit bei Schafen. Ganz zu schweigen von Unmengen an Vitaminmischungen. Entsprechend wuchs die Zahl der Schlachthöfe und - für Tiere, die es nicht bis auf die Schlachtbank schafften-der Tierkörperbeseitigungsanlagen, um neues Fleisch und Knochenmehl zu produzieren.

 

Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Indianer oder Eskimo und der Fleischindustrie?

Es gibt keinen!
Wie den Naturvölkern alles daran gelegen ist, von einem erlegten Tier möglichst viel zu verwerten, so ist es auch mit der Industrie. Die Haut und Felle der Tiere kommen in Gerbereien, die Haare der Tiere wurden früher als Füllstoff für Matratzen verwendet, heute landen Fellreste im Hundefutter. Ein Teil der Knochen geht in die Leim- u. Seifenindustrie, ein anderer Teil in die Tierfutterindustrie und landet so auch im Hundefutter. Aus den Kutteleien der Schlachthöfe wandern die Gedärme samt Mageninhalten in der Tierfutterindustrie und damit wieder ins Hundefutter. Klauen, Federn, Haare, Fischinnereien, Gräten, Geflügelköpfe landen alle in den Tiermehlanstalten. Ein Teil wird wieder Mastfutter, ein anderer Teil wird zum Hundefutter, wobei angemerkt sei, dass diese Anteile wohl noch die gesünderen sein könnten, wären sie nicht schon mit Hormonen und Antibiotika durchsetzt. Die Strafe für diese Sünde folgt für den Menschen wenigstens hier sogleich auf dem Fuß, denn wir bekommen es sonntags im Braten, unter der Woche in der Wurst und Samstagabend beim Grillen im Steak. Seit dieser Zeit ist bei Mensch wie Tier die Wirksamkeit von Antibiotika rückläufig und die Resistenz von Bakterien und Viren steigend. 

Doch der Wiederverwertungswahnsinn hat noch lange nicht sein Ende gefunden. Müsste die Pharma-, Kosmetik-, Reifen-, Lack- und Farbenindustrie ihre Abfälle selbst entsorgen, fielen Kosten in Milliardenhöhe an. Kostenlos werden sie der Hunde- u. Katzenfutterindustrie vor die Tore ihrer Werke gefahren. Bezeichnet werden diese Zutaten als Streckmittel. Nicht verwunderlich, dass Generation für Generation von Hunden und Katzen immer mehr an Krebs- u. Tumorerkrankungen sterben, die besonders im Magen, Verdauungstrakt sowie den anliegenden endo- und exokrinen Drüsen und letztlich an den Entgiftungsorganen auftreten.

Auch die Verwendung von Farbstoffen trägt ihren Teil bei. Noch schlimmer sieht es bei den Konservierungsstoffen aus. In der Herstellung von Hunde- und Katzenfutter werden weiterhin Konservierungsstoffe verwendet, die seit den 80ern zumindest in Deutschland nicht mehr bei der Herstellung von Nahrungsmitteln für den Menschen verwandt werden dürfen, weil deren karzinogene Auslösbarkeit (Krebserregbarkeit) bekannt wurde. Es wäre Augenwischerei, glauben zu wollen, die Konservierungsstoffe würden nicht ebenso auf den Organismus von Hund und Katze wirken.


Aber da sind doch fleischige Brocken drin!

Diese Brocken sind so fleischig wie eine Zitrone süß ist.Es handelt sich dabei um die Glanzleistung der MARS Gesellschaft London. Diese hat ein Verfahren entwickelt und auch patentieren lassen, aus Sojapansche Fleischbrocken mit einer richtigen Faserstruktur zu zaubern, wie man sie eigentlich von einem saftigen Brocken Fleisch kennt. Man kommt schnell hinter den faulen Zauber, ebenso wie bei Brocken aus zusammengepapptem Tiermehl, indem man die Brocken nur lange genug in lauwarmem Wasser zwischen den Fingern reibt. Das lauwarme Wasser löst die zusammen haltende Eiweißverbindung auf und es bleibt nicht mehr als ein bisschen Mehl, dass gerade mal Wert ist, in den Ausguss gekippt zu werden. Soviel sind Ihre Brocken in Chappi und Pedigree Pal wert. Diesen Trick allein dürfte man der Mars Gesellschaft und der Tochtergesellschaft Effem nicht mal übelnehmen, wäre nicht die negative Wirkung von Soja auf das Gefäßsystem so verheerend. Das meiste Soja stammt aus den USA und ist gentechnisch verändert worden. Dieses Soja stört die Lipase (Umwandlung von Stoffen in Eiweiße und deren Verwertung). Ist in einem Körper der Lipidhaushalt gestört, kommt es besonders in den Blutgefäßen zu Stenosen (Verengungen) durch Verkalkungen in Blutgefäßen des Körpers. Zumeist entstehen diese Stenosen im Körperkreislauf, rufen danach Thrombosen hervor, wenn sie im Blutgefäßsystem des Bewegungsapparates entstehen, dadurch die Fließgeschwindigkeit des Blutes bremsen und hierdurch wiederum eine Verklumpung der Thrombozyten (Blutplättchen) hervorrufen. Und jeder Veterinär wird beipflichten, für einen Laien ist es äußerst schwer, eine Thrombose am Hund oder an der Katze rechtzeitig zu erkennen, bevor der steigende Blutdruck den Thrombus löst und dieser sich als Embolus entweder in einem Herzgefäß festsetzt und in einem mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für den Hund tödlichen Infarkt endet oder in der Lunge eine tödlich endende Lungenembolie auslöst - genau wie beim Menschen. Erstaunlicherweise wurde der Vertrieb eines solchen Sojas für den menschlichen Verzehr verboten.


Nicht aber für die Hundefutterherstellung.

Während in Deutschland das Tiermehl relativ teuer ist, weil deutsches Tiermehl keine Tiere enthalten darf, die eingeschläfert oder vor dem Tode medikamentös behandelt wurden oder aus Tierversuchen stammen, so darf zum Beispiel in Frankreich alles zu Tiermehl verarbeitet werden, wenn dieses dann zur Hunde- und Katzenfutterherstellung verwendet wird. Gesetzlich sieht es aber dann wieder so aus: weil die deutsche Effem eine Schwestergesellschaft von Royal Canin ist, darf die deutsche Effem dieses Tiermehl, dass auch billiger ist, beziehen - EU macht's möglich. Ganz zu schweigen davon, dass im französischen Tiermehl auch an sämtlichen Krankheiten verendete Hunde und Katzen aus den Tierarztpraxen verarbeitet werden. War früher zur Einschläferung eine Spritze Pentobarbital nötig, wird heute teilweise die 5fache Dosis benötigt. Einzig aus dem Grund, weil die Hunde dieses Einschläferungsmedikament durch das Futter, in dem ihre eingeschläferten Artgenossen enthalten sind, aufnehmen und dagegen teilimmun werden - vergleichbar mit einem Schmerzpatienten, der immer höhere Dosen an Morphium braucht, weil sich der Körper an das Gift gewöhnt. 


Vitamine?

Bei all den nötigen Verfahren zur Herstellung von Hundefutter - ob nun Trockenfutter oder Nassfutter - wird diese Pampe so oft aufgekocht, das kein Vitamin und keine Aminosäure überleben könnte. Dies gleicht man einfach durch eine willkürlich festgelegte Menge an Vitaminen aus, die hinterher beigemischt wird, wobei in der Regel von dem Vitamin, das am billigsten ist, auch am meisten verwendet wird. Dabei wird in keiner Weise darauf geachtet, ob nun die Relation zwischen den Vitaminen und Mineralien stimmt oder nicht. Gesetzlich muss die Menge in internationalen Einheiten (i. E.) angegeben werden, damit wird dem Verbraucher auch noch suggeriert, dass ein wissenschaftlicher Aspekt dahinter liegen soll. Würde man einen Humanmediziner fragen, ob es ratsam wäre, sich wahllos zu übervitaminisieren, wird der Arzt dem Patienten wohl erklären, wie die Folgen einer Vitaminvergiftung für den Organismus aussehen würden. Doch seltsamerweise soll dies, wenn man Veterinäre darauf anspricht, beim Hund oder bei der Katze keine Rolle spielen, wenn das Verhältnis von Vitaminen, Aminosäuren oder besonders die Bereiche des Kalzium- und Phosphorgehaltes nicht stimmen oder gar die für einen Hund höchste Menge übersteigt.
Sogar die ehrliche Partei der Veterinärmediziner gibt längst zu, dass das Vitamin A Auslöser der HD ist und besonders oft die Junghunde HD-Anfälligkeiten aufweisen, deren Welpenfutter eine hohe Konzentration an Vitamin A aufweist.

Anzumerken ist auch, dass in der Humanmedizin in jedem Laborbericht von einer im Körper befindlichen Substanz der Mindestwert sowie der vertretbare Höchstwert benannt wird, während im Veterinärbereich bei den Haustieren immer nur von Mindestwerten zu hören ist, nicht aber von Höchstwerten. Wird dieses Thema in Diskussionen aufgegriffen, reagieren die Veterinäre zumeist sehr empfindlich darauf, wenn ihnen vorgeworfen wird, schließlich an den Spätfolgen einer Übervitaminisierung zu verdienen. Zudem ist nicht von der Hand zu weisen, dass eine Vielzahl der Veterinäre von den Futterfirmen gesponsert werden. 

Und dass für einen Tierarzt die HD eine Goldgrube ist, kann man daran sehen, wie der Verlauf einer HD operativ behandelt wird - von der Oberschenkelkopfresektion bis zur Pfannenplastik - also eine totale Hüftoperation, in sieben aufgeteilten, für den Hundehalter sehr teuren Operationen, wenn sich dieser gegen eine Euthanasie entscheidet. Ganz zu schweigen von den Kosten an Medikamenten, die weiterhin nötig wären, dem Hund ein halbwegs schmerzfreies Dasein zu bieten. Man kann wohl sagen, dass heute mindestens 75% der deutschen Hunde durch Industrie-Fertigfutter ernährt werden. Es ist aber auch nicht zu leugnen, das Generation für Generation nach den 60er Jahren zu 75% früher stirbt als die jeweils vorhergehende Generation. Es werden Befürchtungen wahr, dass viele Hunde auf Grund der Folgen der jahrelangen Vergiftung durch die große Hundeindustrie bald nur noch eine Lebenserwartung von durchschnittlich 10 Jahren bis zur tödlichen Krebserkrankung oder Herzerkrankung haben werden. Während die Zahl der Hunde, die Futterallergien entwickelt haben, in den letzten Jahren über die Maßen gestiegen ist.


Leider kann diesen Firmen niemand an den berühmten Karren fahren.

Mag manch einer einwerfen, dass diese ganzen Fakten den Tatbestand von Tierquälerei erfüllen, würde Ihnen der Rechtsanwalt sagen: „ Sie müssen das Futter ja nicht kaufen."

Würden Sie den Tatbestand des Betruges erwägen, da Ihnen schließlich vorgegaukelt wird, mit Futtersorten wie Eukanuba, Royal Canin, Nutros, Happy Dog, Hills etc. Ihrem Hund sogar etwas Gutes zu tun (bei unverschämten Preisen für einen Sack voll Dreck), haben Sie Pech, denn jeder kann nach den geltenden Werbegesetzen sein Produkt in ein für ihn bestmögliches Licht setzen - und wenn Sie so dumm sind, der Werbung zu glauben - selber Schuld. Und Sie haben ja schließlich nicht vergessen, dass es sich hier um Milliardenumsätze geht, und entsprechend ist der verfügbare Werbeetat.

„Das ist doch Körperverletzung an meinem Tier!" sagt der nächste. Dem würden dann wohl viele zustimmen, nicht aber ein Richter, denn nach §90 BGB ist ein Tier „nur" eine Sache, dann wäre es nur eine Sachbeschädigung, wenn das Tier einen Schaden durch die Gifte im Hundefutter nehmen würde. Aber dadurch, dass Sie den Hund mit dem Gift gefüttert haben, haben Sie eine Sachbeschädigung nach § 303 StGB an einem Ihnen gehörenden Rechtsgut ausgeübt und Sie haben das Recht, einem in Ihrem Besitz stehenden Rechtsgut soviel Schaden zuzufügen, wie Sie wollen - und wenn jemand Schuld hätte, dann Sie, aber Sie haben sich ja nicht strafbar gemacht, weil diese „Sache" Ihnen gehört. Außerdem würde jeder Richter sagen, Sie seien selbst Schuld. Denn wenn Sie ein Dieselauto mit Super Plus betanken, sind Sie auch selbst Schuld. Und wenn Sie für Abfallprodukte horrende Preise zahlen, auch, Sie müssen es ja nicht kaufen.

Bedauerlicherweise sind nur innerhalb der mittelständischen Firmen Kleinunternehmen und Kleinstunternehmen angesiedelt, die tatsächlich Dosen-Hundefutter produzieren, das aus Fleisch besteht, welches entweder tatsächlich hierfür produziert bzw. geschlachtet wird oder aus Fleisch, das von der Schlachtung her für den menschlichen Gebrauch zugelassen wäre. Ohne Zumischung chemischer Stoffe und ohne Nachvitaminisierung.

Es ist auch nur ein Unternehmen im Trockenfutterbereich bekannt, dass seine Futterringe aus schlachtfrischem Fleisch herstellt, keine synthetische Stoffe hinzufügt, keine Vitamine beimengt und einen rein natürlichen Weg der Konservierung nach Art der Antioxidationseigenschaft von Maiskeimöl gegangen ist.


So ein Futter kann ich doch gar nicht bezahlen!

Soviel sollte Ihnen Ihr Hund wert sein und wenn es nicht so ist, werden Sie es bei den Tierarztkosten wieder draufzahlen, denn die meisten Krankheiten bei Hunden entstehen durch Ernährungsfehler. Sollten Sie jedoch Ihren Hund mit Trockenfutter füttern, dann kann Ihnen gesagt werden, dass selbst das Hochleistungsfutter der oben bezeichneten Firma günstiger ist als die Billigangebote der Abfallfirmen wie Eukanuba, Royal Canin, Nutros oder gar Hills. Dann sollten Sie auch nicht den Fehler machen, solche Dosen bei Ihrem Tierarzt kaufen zu wollen, denn dort zahlen Sie erfahrungsgemäß meist das vierfache des Preises eines günstigeren Anbieters. Am größten ist die Abzocke bei Trockenfutter-Exoten. Diese würden im eigenen Land (Hills = England) umgerechnet nur ein Taschengeld kosten. Diese Exoten werden dann von unseren Tierärzten in Mengen billigst importiert und dann bekommen Sie einen 15kg-Sack Hills für z.B. 50 Euro – selbst Schuld.

Noch schlimmer ist es eigentlich nur noch beim Katzenfutter.
Gelesen bei www.hundewohl.de/ und auch wiederzufinden in Hans-Ulrich Grimm's "Schwarzbuch Tierfutter - Katzen würden Mäuse kaufen"  ISBN 978-3-552-06049-4 aus 2007